Unsere Schnarchschienen

NOA-Schiene

Individueller 3D Druck

NOA ist die weltweit einzige Schiene, die für jeden Patient an die indviduelle Morphologie der Kiefer UND die Kieferbewegungen
angepasst wird.
Das macht sie zur sichersten und zuverlässigsten Schiene für das Kiefergelenk. Der seitliche Mechanismus und das Design von NOA ermöglichen es Ihnen, während der Nacht zu sprechen oder Wasser
zu trinken, ohne die Schiene abzunehmen.
Die Herstellung der Schiene mit 3D-Druckern ermöglicht ein
optimales und schlankeres Design. Die NOA Schiene nimmt so
minimalen Platz im Mund ein und ist komfortabel zu tragen.

TAP®-T

Kleinere Oberkiefer Verstelleinheit

Bei dieser Weiterentwicklung wurden die Abmessungen der Oberkiefer-Verstelleinheit deutlich verringert. Der Vorteil ist, dass die Protrusionsverstellung bündig in die Oberkieferschiene integriert ist. Der Lippenschluss ist damit während der Tragezeit jederzeit gewährleistet. Die TAP®-T Oberkiefer-Verstelleinheit ist aus einer nickelfreien, biokompatiblen Titan-Legierung, die sich als Implantat-Werkstoff bewährt hat. Die Unterkiefer-Zentriereinheit wird aus einer hochfesten Edelstahllegierung gefertigt.

TAP®-T Reverse

Besonders für Tief- und Deckbiss

Die TAP®-T Reverse besitzt eine verkleinerte Oberkiefer-Verstelleinheit aus Titan und wurde speziell für Patienten mit Tief- und Deckbiss entwickelt. Die Einstellung der Unterkieferprotrusion erfolgt bei der TAP®-T Reverse mit dem Aktivierungsschlüssel von palatinal, da diese verkleinerte Verstelleinheit in die DURASOFT®-Schiene hinter die oberen Schneidezähne eingearbeitet wird.

Dream TAP®

Verstelleinheit im Unterkiefer
Die verbesserte Konstruktion der dreamTAP® zeichnet sich durch eine veränderte Einbauposition der Komponenten aus. Die Verstelleinheit ist nun im Unterkiefer platziert. Dieser Aufbau schafft mehr Platz für die Zunge und bietet damit für den Patienten noch mehr Tragekomfort. Durch auswechselbare Haken wird ein Verstellweg von bis zu 15 mm erreicht. Die dreamTAP® Komponenten sind aus einer nickelfreien CrCo-Legierung im MIM-(metal injection moulding) Verfahren hergestellt und dadurch extrem stabil.

ISTclassic neu

Verstellbare Teleskop-Gewindestangen

Intraorales Schnarchtherapiegerät, Herstellung im Tiefziehverfahren oder in anderen Herstellungsverfahren. Die Verbindung von Ober- und Unterkiefer erfolgt durch verstellbare Teleskop-Gewindestangen. Der Unterkiefer und somit auch die Zunge werden durch Protrusion nach vorne verlagert.

Leone

Innovatives Flügeldesign
Diese Schnarchschiene zeichnet sich dadurch aus, dass kleine Flügel (Winglets), die im Unterkiefermolarenbereich angebracht sind und dafür sorgen, dass die Protrusion gehalten wird. Ober- und Unterkieferschiene sind nicht fest miteinander verbunden. Das spezielle Flügeldesign mit Dehnelementen im Oberkiefer sorgt für den gewünschten Vorschub des Unterkiefers. Gleichzeitig wird dem Unterkiefer eine großzügige Beweglichkeit gewährt.

Für höchste Ansprüche

Diese Premium Schienen sind Privatleistung.

Bußla®

Modellguss für höchste Anforderungen

Alle Zähne werden räumlich durch einen Kunststoffkörper umfasst. Ein individueller Modellguss liegt den Kauflächen bis über die Höcker den Zähnen individuell an und wird vom Kunststoff umschlossen. Durch diese sehr stabile Ausführung ist es möglich, eine sehr geringe (bis auf 0 mm vertikale Sperrung) zu erreichen . Dadurch wird ein größtmöglicher Effekt erzielt. Teleskopgewindestangen (im OK-frontal, im UK-dorsal) sorgen für eine schrittweise Einstellung der Protrusion. Sehr gut geeignet für lückigen Zahnbestand, verkürzte Zahnreihe und Bruxern. Vorzugsweise bei Tief- und Normalbiss.

Schäfla® Modifikation

Freiheit dank einteiliger Schiene
Alle Zähne im Unterkiefer werden räumlich durch einen Kunststoffkörper umfasst. Ein individueller Modellguss liegt  interdental und zirkulär den Zähnen individuell an und wird vom Kunststoff umschlossen. Durch diese sehr stabile Ausführung ist es möglich, eine sehr geringe (bis auf O mm) vertikale Sperrung zu erreichen. Im Oberkiefer sichern Lateralschilder, die am Unterkiefer befestigt werden, die vorgegebenen Protrusion. Diese Schiene ist einteilig.

Häufige Fragen (FAQ)

Haben Sie Fragen? Hier erfahren Sie alles zur Schlafapnoe.

Schnarchgeräusche im Schlaf treten auf, wenn Weichteile im Bereich des Rachens und des Kehlkopfes infolge des Luftzuges beim Atmen wie eine Fahne im Wind hin- und her flattern. Oft ist das die Folge eines zu langen Gaumenzäpfchens oder von einem zu weichen Kehldeckel.  Männer haben ein besonderes Risiko. Schnarchen ist aber keine Männererkrankung, denn auch viele Frauen sind betroffen! Es ist bekannt, dass das Schnarchen mit dem Alter zunimmt (allgemeine degenerative Alterserscheinung, Fetteinlagerungen, nachlassende Muskelspannung).

Bei einer Schlafapnoe liegt eine Verlegung (Obstruktion) des oberen Luftweges vor, die im Rachenbereich teilweise oder vollständig sein kann. Diese Atempausen (Apnoes) treten besonders bei Rückenlage im Schlaf auf. Andere wichtige Einflussfaktoren sind Übergewicht, Alkoholgenuss am Abend, Medikamenteneinflüsse (Schlafmittel, muskelentspannende Medikamente), Übergewicht (BMI über 30) und anatomische Besonderheiten (Kiefer-und Zungengröße, kurze/dicke Hälse, Nasenprobleme). Die wichtigsten ursächlichen Faktoren einer Schlafapnoe sind die muskuläre Erschlaffung der Rachenmuskulatur während des Schlafes und die Verengung des Rachenraumes durch Fetteinlagerung oder Kieferfehlstellungen.

Infolge dieser Atempausen kommt es zu einer Unterversorgung des arteriellen Blutes mit lebensnotwendigem Sauerstoff.  Wenn der Atemantrieb nicht gestört ist, sorgt  das Gehirn dafür, dass ein Erstickungstod durch Weckreaktionen vermieden wird. Dadurch wird der Schlaf immer wieder unterbrochen, so dass er am Ende der Nacht nicht erholsam gewesen ist. Am Morgen ist man regelmäßig müde und tagsüber schläfrig. Infolge Unkonzentriertheit und allgemeiner Schläfrigkeit besteht erhöhte Unfallgefahr im Haushalt, bei der Arbeit, beim Autofahren („Sekundenschlaf am Steuer“) etc. Langfristig können sich schwerwiegende medizinische Folgen einstellen: gesteigerter nächtlicher Harndrang, arterieller Bluthochdruck, erhöhtes Risiko von Herzinfarkten, Hirninfarkten und Diabetes mellitus, Depressionen u.a.

Wenn mir mein/e Partner/Partnerin immer wieder von heftigem Schnarchen mit anschließender Stille wegen dieser Atempausen berichtet. Wenn ich immer wieder am Morgen zerrüttet und ermattet bin, und ich mich morgens regelmäßig nicht ausgeschlafen fühle, sexuelle Funktionsstörungen, öfter Kopfschmerzen und regelmäßig Mundtrockenheit habe. Wenn ich vielleicht auch öfter des Nachts die Toilette aufsuchen muss. Wenn ich zudem noch einen (bekannten) Bluthochdruck oder andere Erkrankungen habe, wird es höchste Zeit, zielgerichtet zu diagnostizieren und anschließend die richtige Therapie einleiten zu lassen.

Bei Verdacht auf Atempausen und/oder Schnarchen sollte grundsätzlich eine Diagnostik des Schlafes (Schlafaufzeichnung) eingeleitet werden. Die ist regelmäßig auch mit ambulanten Kleingeräten möglich. Neben dieser apparativen Diagnostik muss natürlich die ebenfalls wichtige Befragung (Anamnese) von Patient und Schlafpartner durchgeführt werden. In Zweifelsfällen oder bei unklaren Schlafaufzeichnungen muss stationär im Schlaflabor eine komplette Diagnostik erfolgen und nachuntersucht werden. Anlaufstellen für diese Schlafdiagnostik sind Internisten/Lungenfachärzte sowie schlafmedizinisch tätige HNO-Ärzte und zunehmend auch spezialisierte Zahnärzte.

Grundsätzliche Therapiemöglichkeiten haben vor allem

  • Lungenfachärzte/Schlafmediziner mit der Überdruckbeatmung (z.B. cPAP)
  • Zahnärzte/Kieferorthopäden/Oralchirurgen (mit Schienen, kieferorthopädischen Kieferregulationen und Kieferoperationen)
  • HNO-Ärzte (mit konservativen und vor allem operativen Methoden).

Es muss dabei grundsätzlich zwischen einer ursächlichen Therapie (z.B. durch Operationen in der HNO und von Oralchirurgen, kieferorthopädische Kieferregulationen) und symptomatischen Therapie (Hilfsmittel: Beatmungsmasken des Schlafmediziners und Schienen des Zahnarztes) unterschieden werden. VOR diesen, teilweise sehr unterschiedlichen Therapieansätzen sollten Maßnahmen der sog. Schlafhygiene analysiert und bestimmte Maßnahmen erwogen werden: Schlaflageänderung, Gewichtsabnahme, Verzicht auf Suchtmittel aller Art, Änderung des Arbeitsrhythmus bei Schichtarbeitern, usw.).

Mit intraoralen Protrusionsschienen wird der Unterkiefer in eine vordere oder vorgeschobene Position gestellt (=Protrusion) und dort während des Schlafes gehalten. Dadurch wird in sehr vielen Fällen der hintere Zungenraum im Rachen frei und während der Atmung offen gehalten. Dies wirkt der nächtlichen Muskelerschlaffung und einer anatomisch bedingten Raumeinengung im Rachen und damit der Schlafapnoe entgegen.
Die Schienen werden über die Zähne  in einem oder beiden Kiefern gehalten.
Voraussetzung für eine Schienentherapie ist also eine ausreichende Zahl gesunder Zähne und /oder Implantate. Auf diese Weise werden Atempausen deutlich reduziert oder vollständig beseitigt.
Liegen keine besonderen Faktoren aus dem HNO-Bereich vor, kann auch eine deutliche Reduktion von Schnarchgeräuschen erreicht werden. Das bezieht sich auf die Häufigkeit UND auf die Lautstärke eines Restschnarchens.
Die Therapie mit intraoralen Protrusionsschienen sollte möglichst ein darauf spezialisierter Zahnarzt nach eingehender Diagnostik vornehmen. Sie sollten IMMER nach individuellen Abformungen der Kiefer und von einem hierfür spezialisierten Dentallabor individuell gefertigt werden. Die korrekte Schienenauswahl erfordert Erfahrung und ein gutes Zusammenspiel zwischen Zahnarzt und Zahntechnikermeister. Nur dann kann man Schienen erwarten, die nicht nur wirken, sondern auch vom Patienten gut toleriert werden und in der Langzeitanwendung nebenwirkungsarm sind.

Eine ausreichende Zahl von gesunden Zähnen/Implantaten ist in der zahnärztlichen Schienentherapie von grundsätzlicher Wichtigkeit. Entzündete oder zu wenige Zähne haben zur Folge, dass entweder eine solche Schiene nicht richtig hält (und dadurch nicht wirken kann) und/oder Zähne verschiebt. Das ist natürlich sehr unerwünscht und sollte vermieden werden.

Festsitzender Zahnersatz (Kronen, Brücken) stellt kein Risiko dar, wenn die tragenden Pfeilerzähne gesund sind. Ein spezialisierter Zahnarzt wird feststellen können, ob (z.B. wurzelbehandelte) Risikozähne vorliegen, die nicht sonderlich belastet werden sollten. Auch Verblendungen von Kronen und Brücken z.B. dürfen von Protrusionsschienen nicht beschädigt werden.

Die Entscheidung zu einer Protrusionsschiene bei Patienten mit herausnehmbaren Prothesen ist immer eine Einzelfallentscheidung. Gibt es genügend  Pfeilerzähne können sie des Nachts womöglich auch eine Schiene tragen, ohne Gefahr zu laufen, dass der Zahnersatz am Tage nicht mehr passt.

Bei Totalprothesenträgern sollten keine Protrusionsschienen angewendet werden. Die Bauhöhe über Prothesen wäre zu groß, auf dem zahnlosen Kieferkamm halten Schienen nicht ausreichend und in jedem Fall nimmt im Lauf der Zeit unter der Schienenbelastung der Knochen Schaden. Hier empfehlen wir eine Vorbehandlung mit Implantaten, was zwar aufwendiger, aber verantwortbar ist.

Eine Protrusionsschiene ist (genauso wie beispielsweise eine Beatmungsmaske) ein Hilfsmittel, das nur wirken kann, wenn sie während des Schlafes auch getragen wird. Und zwar die ganze Nacht, da gerade in der zweiten Nachhälfte regelmäßig die meisten Atempausen auftreten. Bei einer gut funktionierenden Schiene ist das auch überwiegend kein Problem.

Medizinische Alternativen:
-Überdruckbeatmung (z.B. mittels cPAP)
-HNO-chirurgische Maßnahmen im Rachen/Nasenbereich (soweit bestimmte  Befunde vorliegen!).

Zahnärztliche Alternativen: kieferorthopädische oder oralchirurgische Therapien (soweit möglich)

Maßnahmen der Schlafhygiene:
-Gewichtsreduktion (soweit erforderlich),
-Vermeidung von Medikamenten (Schlafmittel, Muskelrelaxantien), abendlicher Konsum von Suchtmitteln, vorabendlicher Sport,
-geeignete Schlaflage (Rückenlage vermeiden),
-angenehmes Schlafumfeld
-individuell angepasstes Arbeitsumfeld:  geeignete Schichtgestaltung am Arbeitsplatz

Unterstützende Therapien: Myotherapie (z.B. mit Faceformer).

Wie jedes Hilfsmittel können auch Protrusionsschienen Nebenwirkungen haben.

Anfangs häufiger: gesteigerter Speichelfluss (meist abnehmend und oft wenig praxisrelevant)

Möglich, besonders anfangs: Druck auf Zähne (u.a. von Geschlecht, Zähneknirschen und Körpergewicht abhängig und zumeist erträglich)

Kommt vor: kater-ähnliche Reaktionen der Kaumuskulatur (ist aber fast immer von einem Krankengymnasten gut behandelbar, wenn es in Einzelfällen wirklich nicht besser werden sollte)

Selten:  Kiefergelenkbeschwerden (insbesondere bei vorbestehenden Erkrankungen; bei optimaler Schienengestaltung regelmäßig vermeidbar) 

Kommen vor: Zahnbewegungen, die komplett unerwünscht sind!
Gefahr ist groß:
– wenn die Schienen nicht optimal gebaut sind: spezialisierte Zahnärzte wissen das!
– wenn Schienen, auch wenn sie optimal gebaut sind, nicht regelmäßig kontrolliert werden!
– wenn Schienen aus dem Internet bestellt werden und unkontrolliert angewendet werden!

Man muss allgemein betonen, dass die Nebenwirkungen bei Protrusionsschienen deutlich seltener auftreten, wenn sie vom spezialisierten Zahnarzt gefertigt werden und der Patient seine Schiene regelmäßig untersuchen lässt.

Schienen sind ein Hilfsmittel für eine Langzeittherapie! Schienen und Patienten können sich jedoch verändern. Wir empfehlen dringend, diese Schienen vom Behandler regelmäßig überprüfen zu lassen. Nach Gewöhnung an die Schiene heißt das: mindestens ein Mal im Jahr oder, wenn der Patient den Eindruck hat, dass sich etwas verändert/verschlechtert hat.

Kontrollen von Kauapparat, Schienen und Schlafsituation  des Patienten sind genauso wichtig wie die Kontrolle des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern! Es kommt regelmäßig vor, dass eine Schiene neu eingestellt oder unterfüttert werden muss, wenn sie nicht mehr sicher auf den Zähnen aufliegt.

Nur stabil an den Zähnen verankerte Schienen können gegen Schnarchen und/oder Schlafapnoe wirksam sein! Schlecht sitzende Schienen provozieren unerwünschte Nebenwirkungen! Ein ehemals guter Schieneneffekt kann sich verschlechtern, wenn sich die Verhältnisse im Rachen wieder geändert haben. Um dies zu erfassen sind auch später ambulante Schlafuntersuchungen erforderlich, die eventuell Konsequenzen für die Schienentherapie haben!

Diese Verlaufskontrollen sollten von dem Behandler erfolgen, der die Schiene gefertigt hat. Er kennt Schiene und Befund vor der Schienentherapie und nach Schienenanpassung. Die spezialisierten Zahnärzte sind gehalten, die Modelle des Ausgangszustandes vor der Therapie zu archivieren, damit eventuelle Veränderungen wirklich sicher erfasst werden können.

Schienen sollten immer nach Gebrauch am Morgen unter fließendem Wasser abgespült, gereinigt und danach trocken in einer belüfteten Schale/Box aufbewahrt werden. Im Allgemeinen wird darüber hinaus ein- bis zwei Mal pro Woche die Pflege mit speziellen Reinigern empfohlen. Hierzu kann Ihnen Ihr spezialisierter Zahnarzt nähere Angaben machen.

Zahnmediziner oder Kieferorthopäden, die schlafmedizinisch spezialisiert sind und insbesondere mit Protrusionsschienen vertraut sind, sind oft von der Deutschen Gesellschaft Zahnärztliche Schlafmedizin (DGZS) zertifiziert und von dieser Fachgesellschaft online geführt (www.dgzs.de). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, fach- und sachkundige Zahnärzte in Ihrer Nähe bei der AG Zahnärztliche Schlafmedizin Hessen (AGZSH: info(at)agzsh.de) abzufragen. Beim Idsteiner Zentrum Zahnärztliche Schlafmedizin (IZS: www.zahnaerztliche-schlafmedizin.de) sowie im zahntechnischen Meisterlabor Uwe Bußmeier, Greven, (www.schoene-zaehne.de)

Intraorale Protrusionsschienen sollten nach individueller Abformung des Kauorgans individuell gefertigt werden! Nur so kann man sicher stellen, dass Schienen dauerhaft vom Patienten akzeptiert werden, einen nachweisbaren Effekt auf Schlafapnoe/Schnarchen und eine geringe Nebenwirkungsrate haben.
Bei Boil&Bite-Geräten ist das nicht gewährleistet! Diese Schienen sind konfektioniert und  können schon von daher nicht für jedes Kauorgan wie „angegossen“ sitzen. Sie sind grundsätzlich zu hoch und damit absolut nicht optimal gebaut.  Auf diese Weise wird so manche Schlafapnoe eher noch verstärkt. Meistens halten diese Schienen auch nicht besonders und können deshalb nicht wirksam sein. Außerdem verteuern sie die Behandlung dann, wenn sie lediglich als „Testschiene“ dienen oder später doch eine individuelle Schiene gefertigt werden muss, nur weil keine Besserung mit diesen konfektionierten Schienen erreicht werden konnte.
Die Deutsche Gesellschaft Zahnärztliche Schlafmedizin (DGZSwww.dgzs.de) hat ebenfalls eindeutig von der Nutzung derartiger „Schienen“ abgeraten.

Lieber gleich die individuell optimale vom Spezialisten herstellen lassen, als ein finanzielles oder behandlungstechnisches Risiko einzugehen!

Seit dem 01.01.2022 ist die UKPS Kassenleistung

Der Weg zur UKPS – Von der Verordnung bis zur Anpassung an Patientinnen und Patienten

Die Vertragsärztinnen und -ärzte, die über eine Genehmigung nach der Qualitätssicherungsvereinbarung gemäß § 135 Absatz 2 SGB V verfügen, können unter Einhaltung der Voraussetzungen die Unterkieferprotrusionsschiene zur Behandlung einer obstruktiven Schlafapnoe verordnen. Jedoch ist die Verordnung nur dann als GKV-Leistung abrechenbar, wenn zuvor die Überdrucktherapie mit einer Atemmaske bei der Patientin oder dem Patienten durchgeführt wurde und nicht zu dem gewünschten Behandlungserfolg führte. Mit der Verordnung sucht die Patientin oder der Patient eine Zahnarztpraxis auf. Eine zusätzliche zahnärztliche Untersuchung ist obligatorisch, um Kontraindikationen ausschließen zu können. Liegen keine Kontraindikationen vor, wird in der Zahnarztpraxis für die Anfertigung der Schiene ein Abdruck von Ober- und Unterkiefer genommen.

Die Unterkieferprotrusionsschiene wird individuell von den Zahntechnikermeisterinnen und Zahntechnikermeistern angefertigt. Bei der Erstanpassung stellen die Zahnärztinnen und Zahnärzte die Schiene auf den individuellen Protrusionsgrad ein. Die Wirksamkeit der Behandlung mit einer Unterkieferprotrusionsschiene wird wiederum von den Vertragsärztinnen und -ärzten kontrolliert.

Eine Behandlung solle immer Interdisziplinär erfolgen.